[Grafik: Layout]
 

Wohnheim Potsdamer Straße



 

Wohnheim Potsdamer Straße - Tel.: 269 30 875 oder 265 51 334  /  Fax: 269 31 752


Potsdamer Straße 109, 10785 Berlin
Heimleitung: Frau Sigrid Tawastsjerna, Tel.: 269 30 874

[icon: U-Bahn]

U1/U2

Kurfürstenstr./Bülowstr. [icon: Bus] Bus

119, 129, M 48, M 85

 
[Bild: WH Potsdamer Ansicht]

Das Wohnheim Potsdamer Straße



Das Wohnheim Potsdamer Straße im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten, wurde im September 2001 von der aktion weitblick eingerichtet. Das Wohnheim bietet Platz für zwei Wohngruppen zu je sieben Plätzen. Die Räumlichkeiten befinden sich im 2. und 3. Obergeschoss des Gebäudes. Neben dem individuell eingerichtetem Einzelzimmer stehen jedem Bewohner die ausgestatteten Gemeinschaftsräume (Gruppenräume, Küchen, Bäder, Therapieräume) zur Nutzung zur Verfügung.

Wir betreuen dort flexibel und bedarfsorientiert Erwachsene mit:
  • einer geistigen Behinderung
  • und zusätzlichen erheblichen psychischen Störungen
  • sowie ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten
Um den Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden, bieten wir im Wohnheim die notwendige dichte und fachliche Betreuungsstruktur. Neben der Freiwilligkeit und der Bereitschaft zur Mitarbeit, ist die Zugehörigkeit zum Personenkreis der §§ 53/54 SGB XII in Verbindung mit § 55 SGB IX Voraussetzung für die Betreuung.
 
[Bild: WH Potsdamer Kueche]

Die Betreuungsziele



Unsere Zielsetzung ist es, die Fähigkeiten des Einzelnen so zu entwickeln und zu fördern, dass entweder das Wohnheim Potsdamer Straße oder eine andere passende Wohn- und Betreuungsform dauerhaft genutzt werden kann und die Entwicklung einer Beschäftigungs- oder Arbeitsperspektive fortgeschrieben wird.

Wir eröffnen den Betreuten die Möglichkeiten,
  • bisherige Rehabilitationserfolge zu stabilisieren
  • lebenspraktische Fähigkeiten zu trainieren
  • Antriebsschwäche und Perspektivlosigkeit entgegenzuwirken
  • Erlernen von Beziehungsfähigkeit und Steigerung der sozialen Kompetenzen
  • Selbstverantwortung und Selbstvertrauen zu erlangen und
  • Abbau von Aggressions- und Gewaltpotential zu erreichen
  • Perspektiven für Beschäftigung und Arbeit zu entwickeln
Zudem planen und entwickeln wir mit den Betreuten die persönlichen Förderziele, um eine größtmögliche Verselbständigung zu erreichen. Die kontinuierliche individuelle Betreuung sowie die regelmäßig stattfindenden Einzel- und Gruppengespräche ermöglichen eine einfühlsame Unterstützung. Wir bieten eine Betreuung von 24 Stunden (mit Nachtbereitschaft), die von unseren erfahrenen Mitarbeitern im Schichtdienstsystem abgedeckt wird.

Sozialpädagogisches Ziel ist es, integrativ zu wirken sowie den Mut und die Fähigkeit zu fördern, eine größtmögliche Verselbständigung zu erreichen. Wir trainieren bedarfsorientiert und kontinuierlich den Lebensalltag.

Ergotherapeutische Einzel- und Gruppenarbeiten unterstützen das pädagogische Angebot. Dazu gehören kunst-, musik- und bewegungstherapeutische sowie handwerkliche Angebote, die unseren Bewohnern helfen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu erweitern.

Wir organisieren Freizeitangebote, attraktive Gruppenaktivitäten und unternehmen gemeinsame (Gruppen) Reisen. Außerdem bieten wir an unserem Treffpunkt

Freizeitclub

und

Sportclub

in Steglitz vielgestaltige Angebote und offenen Veranstaltungen .an 6 Tagen in der Woche.
 
[Bild: WH Potsdamer Ergotherapie]

Ergotherapie im Wohnheim Potsdamer Straße



Intensiv begleitete ergotherapeutische Arbeiten in Einzel- und Gruppenangeboten, sind eine wichtige Ergänzung zur pädagogischen Förderung. Diese klientenzentrierte Arbeitsweise ermöglicht den Betreuten ihre individuellen Kompetenzen zu entdecken und zu erweitern. Materialien wie Holz, Speckstein, Farben, Ton u.ä. dienen dabei nur vordergründig der Entfaltung der Kreativität. Vielmehr erreicht der gezielte Einsatz dieser Medien in Kombination mit Angeboten im Lebenspraktischen die Entwicklung und Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Lebensbereichen.
 

Die Hilfen im Wohnheim Potsdamer Straße


  • Anleitung beim Aufbau einer allgemeinen Tagesstrukturierung
  • Begleitung, Beratung und Hilfestellung beim Einkaufen
  • Individuelle Unterstützung bei der Zubereitung der Mahlzeiten
  • Haushaltstraining
  • Hilfe und Anleitung in der Körperpflege
  • Betreuung bei persönlichen Krisen
  • Hilfestellung in Konfliktsituationen und Unterstützung bei der Entwicklung von Lösungsstrategien
  • Unterstützung beim Zusammenleben in der Wohngruppe und beim Aufbau sozialer Kontakte
  • Spezielle tagesstrukturierende Angebote sowie ergo- und Kunsttherapeutische Einzelarbeiten
  • Entwicklung und Aufbau einer externen Beschäftigungs- oder Arbeitsperspektive sowie Hilfestellung bei der Umsetzung
  • Unterstützung im Umgang mit Behörden und Verwaltung
  • Einzel- und Gruppengespräche
 
[Bild: Nelly-Sachs-Park]
Nelly-Sachs-Park

Die Einrichtung Wohnheim Potsdamerstraße



Unser Haus liegt stadtzentral im Bezirk Mitte, in der 2. u. 3. Etage eines Mietshauses Potsdamer Straße, Ecke Kurfürstenstraße. Das Wohnumfeld ist geprägt durch eine gute Infrastruktur und günstige Verkehrsanbindungen. Sowohl der Potsdamer Platz mit seinen vielfältigen Angeboten, als auch die Philharmonie oder die Nationalgalerie für spezielle kulturelle Ereignisse liegen nur wenige Busstationen entfernt. Umgebungsnah sind Arztpraxen aller Fachrichtungen vorhanden.

Der Nelly-Sachs-Park ist in wenigen Gehminuten zu erreichen und bietet genügend Grün für Ruhe und Erholung. Der große Tiergarten mit seinen guten Möglichkeiten für Freizeit- und Sportaktivitäten ist verkehrstechnisch ebenfalls gut zu erreichen.
 

Frau X. im Wohnheim



Ich heiße Frau X. ? und bin 33 Jahre alt.



Ich bin Frau X. und wohne seit September 2001 in der Potsdamer Straße, weil ich eine geistige Behinderung habe und Hilfe brauche. Es gefällt mir dort sehr gut.

Die Betreuer sind sehr nett und nehmen sich viel Zeit für mich. Manchmal gibt es Streitereien mit anderen Bewohnern, aber zum Glück sind dann die Betreuer da und helfen uns. Vor meinem Einzug in das Wohnheim war ich über ein halbes Jahr im Krankenhaus und davor in verschiedenen Wohneinrichtungen, in denen es mir aber nicht gut ging.

Ich fühlte mich dort nicht wohl, weil es Probleme mit anderen Bewohnern gab, ich es nicht schaffte, mein Zimmer in Ordnung zu halten, den Einkaufsdienst nicht schaffte und dann einfach lieber im Krankenhaus sein wollte.

Ich merke nun aber, dass es doch schöner ist mit anderen in einer Wohnung zu leben und zu lernen, für sich zu sorgen. Doch manchmal wird es mir zu viel und ich sehne mich nach dem Leben im Krankenhaus ... wenn ich mich dann wieder schlimm verletze, gehe ich zurück in die Klinik.

Doch ich freue mich, nach ein, zwei Wochen Krankenhaus wieder in der Potsdamer Strasse wohnen zu können. Dort macht es mir Spaß, mit entscheiden zu können, was es zu essen gibt, selber mit zu kochen und auch das Malen mit der Ergotherapeutin gefällt mir gut. Besonders gerne gehe ich mit meiner Betreuerin und ihrem Hund spazieren.