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Björn im BEW
Ich heiße Björn ? und bin 28 Jahre alt.
Ich werde in meiner Wohnung von einer Sozialpädagogin betreut. Die auf dem Sozialamt nennen das eine Maßnahme im Betreuten Einzelwohnen oder so ähnlich.
Bevor ich in meine Wohnung gezogen bin, habe ich drei Jahre in einer betreuten Wohngemeinschaft gelebt. Da war immer viel Leben in der Bude und ich bin froh, dass ich jetzt meine eigene Wohnung habe. Die Betreuer in der WG haben mit mir das Ausfüllen von Anträgen geübt. Ich weiß noch, dass mir das ganz schön auf die Nerven ging und ich bestimmt 100 Briefe an Ämter schreiben musste.
Mir fällt der Ämterkrempel immer noch schwer. Weil ich oft nicht verstehe, was in den Amtsschreiben steht, weiß ich nicht, was ich antworten soll. Ohne meine Betreuerin wäre ich dann manchmal aufgeschmissen. Außerdem finde ich es toll, dass meine Betreuerin mit zum Sozialamt kommt, wenn ich dort Schwierigkeiten habe.
Bis vor vier Monaten hatte ich noch eine ABM-Stelle in der Gärtnerei. Als der Vertrag abgelaufen war, musste ich wieder zum Arbeitsamt. Die Betreuerin ist auch dahin mitgekommen. Wir mussten lange warten und wieder einen Antrag abgeben, aber eine Stelle hatten die für mich nicht. Jetzt sehen wir immer gemeinsam in die Zeitung, um eine Stelle für mich zu finden. Natürlich bleiben wir auch über das Arbeitsamt am Ball.
Meine Betreuerin wird noch bei ihren Kollegen fragen, ob die was über eine Stelle wissen. Weil ich jetzt tagsüber viel Zeit habe - und außer den Leuten, mit denen ich vorher in der WG zusammengelebt habe, wenig Leute kenne -, fällt mir oft die Decke auf den Kopf.
Darüber habe ich mit der Betreuerin auch geredet und die hat dann vorgeschlagen, dass ich in den Freizeitclub der aktion weitblick gehe. Da ich ein bisschen Angst davor habe, neue Menschen kennen zu lernen, ist sie dann mitgekommen. Da haben wir auch über Jobs geredet, aber auch andere Sachen gemacht. Da gehe ich bestimmt wieder hin.
Jedes Mal wenn ich mich mit der Betreuerin treffe, reden wir nicht nur über meine Arbeitslosigkeit und meine Geldschwierigkeiten. Wir besprechen auch, wie ich neue Leute kennen lernen kann und vor allem, wie ich eine neue Freundin finde.
Anfangs habe ich gedacht, dass ich mit der Betreuerin nicht über so was wie Sexualität reden kann, weil die ja eine Frau ist. Inzwischen finde ich, dass die eigentlich gut drauf ist, was das angeht.
Manchmal finde ich es aber nicht so schön, wenn die darauf achtet, dass meine Wohnung aufgeräumt ist. Ich versuche jetzt schon immer vorher, die Wohnung sauber zu machen, damit wir dann nicht darüber reden müssen. Meine Betreuerin sagt, dass ich einen großen Schritt nach vorne gemacht habe.
aktion weitblick - betreutes wohnen - gGmbH
Markelstr. 24a, 12163 Berlin
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Fax.:(030) 700 96 23-16

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